Fachtierärztinnen für Pferde

Akupunktur

Bei der Akupunktur handelt es sich um eine über 2000 Jahre alte Behandlungsmethode aus Asien. Dabei werden die Energieflüsse im Körper prophylaktisch und therapeutisch beeinflusst. Durch Anregung bestimmter Akupunkturpunkte (z. B. durch Einstechen von Akupunkturnadeln) können z. B. Stagnationen gelöst und Fülle-Leere-Imbalancen ausgeglichen werden.

Frau Dr. Hagar Steiff hat eine Ausbildung zur CVA (Certified Veterinary Acupuncturist) der WATCVM (World Association of Traditional Chinese Veterinary Medicine) und der QiAcademy absolviert und setzt die Akupunktur integrativ zur Schulmedizin nach Kriterien der traditionellen chinesischen Veterinärmedizin (TCVM) ein. Dabei wird eine Diagnose und eine darauf abgestimmte Strategie nach TCM erstellt und das Pferd entsprechend akupunktiert.

Die Akupunktur kann sehr gut bei Allergien, Rittigkeitsproblemen, Lahmheiten, Augenerkrankungen, Hauterkrankungen, Erkrankungen der inneren Organe und Kolik eingesetzt werden. Vor allem beim gleichzeitigen Bestehen verschiedener Probleme zeigt die Akupunktur eine deutliche Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten im Vergleich zur westlichen Medizin.

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Kaufuntersuchung

Die Kaufuntersuchung beinhaltet Untersuchungen der folgenden Körperregionen:

• Auge

• Herz und Kreislauf (einschl. Belastungsprobe)

• Atmungsapparat

• Bewegungsapparat inkl. Rücken (einschl. Beugeproben)

• Äußere Geschlechtsorgane

• Haut

Wir führen die Kaufuntersuchung nach einem Standardformular (Vertrag über die Untersuchung eines Pferdes, Hippiatrika-Verlag, www.pferdeheilkunde.de)  durch.
Des Weiteren kann das Pferd bei Verdacht oder als Standard (18 Aufnahmen) röntgenologisch untersucht werden. Auffälligkeiten des Atmungstraktes und Atemgeräusche werden vor Ort mittels Endoskopie abgeklärt.
Kaufuntersuchung Pferd Praxisgemeinschaft Dr. Finsler & Dr. Steiff
Kaufuntersuchung Pferd Praxisgemeinschaft Dr. Finsler & Dr. Steiff

 

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Manuelle Lymphdrainage

Bei der manuellen Lymphdrainage (ML) handelt es sich um eine Behandlungsmethode, bei der spezielle Handgriffe das gesamte Lymphsystem anregen. Dadurch wird vermehrt freie Gewebsflüssigkeit v. a. aus den Gliedmaßen abtransportiert und in den Blutkreislauf zurückgeführt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, daß die manuelle Lymphdrainage beim Pferd noch besser eingesetzt werden kann als beim Menschen.

Die manuelle Lymphdrainage wird an mehreren Tagen hintereinander durchgeführt, um das  überlastete/ermüdete/ zu schwach ausgebildete/stark beanspruchte Lymphsystem des Pferdes in Gang zu bringen. Danach kann der Besitzer mit Hilfe des „Lymphdrainageputzens“ diesen Effekt aufrecht erhalten (spezielle Putztechnik mit Striegel und Kardätsche). Das „Lymphdrainageputzen“ kann vom Besitzer schnell durch uns erlernt werden. In bestimmten Fällen wird die manuelle Lymphdrainage durch Kompressionsverbände und Bewegungstherapie ergänzt.

Beim Pferd kann die manuelle Lymphdrainage z. B. bei folgenden Erkrankungen eingesetzt werden:

• Ödeme (Wasseransammlungen) v. a. an den Gliedmaßen

• Chronische Phlegmonen („Elefantenbein“)

• Immer wiederkehrende Phlegmonen (Häufigkeit und Intensität der Einschüsse nehmen durch ML ab)

• „Angelaufene“ Beine (hier ist das „Lymphdrainageputzen“ des Besitzers auch ohne ML geeignet)

• Gallen

• Sehnenschäden

» www.ml-pferd.de

Manuelle Lymphdrainage

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Chiropraxis

Die Chiropraxis ist eine jahrtausende alte Wissenschaft und Heilkunst, die auch beim Pferd mit Erfolg eingesetzt wird. Die Therapie beruht auf Handgrifftechniken zur Diagnostik und Therapie reversibler Funktionsstörungen von Gelenken (Blockaden), insbesondere der Wirbelsäule. Die normale Beweglichkeit geht bei einem blockierten Gelenk verloren, es kann mit einer verklemmten Schublade verglichen werden. Durch die Nähe der Nervenwurzeln zum funktionsgestörten Gelenk kommt es zu einer Beeinträchtigung der Nervenversorgung und Funktion der entsprechenden Muskeln und Körperorgane. Die Lösung der Blockade funktioniert über eine sanfte Manipulation und Mobilisation, bei der kein Schaden entsteht. Symptome, die auf eine funktionelle Störung der Wirbelsäule hinweisen, können sehr vielfältig sein:

• Kopf- und Schweifschlagen beim Reiten

• Unrittigkeit, Taktfehler und verkürzte Tritte

• Schweifschiefhaltung

• Festgehaltener Rücken

• Ungleiche Bemuskelung

• Einseitig schlechtere Stellung

• Reduzierte Leistungsfähigkeit

• Muskelzittern

» www.i-a-v-c.com

 

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Augenerkrankung

Viele Erkrankungen des Auges können zur Blindheit oder sogar Verlust des Pferdeauges führen. Deshalb sollte möglichst bei den ersten Anzeichen einer Augenerkrankung ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Wir untersuchen die Pferdeaugen mit Hilfe eines Ophthalmoskopes (Augenspiegel) und prüfen ggf. die Durchgängigkeit des Tränennasenkanals. Um Augenstrukturen darstellen zu können, die bei der klinischen Untersuchung mit dem Augenspiegel nicht einsehbar sind (z. B. die hinteren Augenabschnitte bei einer vollständigen Linsentrübung),

setzen wir die Ultraschall-Untersuchung am Auge ein.
Um ein Glaukom (grüner Star) auszuschließen, können wir die Tonometrie (Bestimmung des inneren Augendruckes) durchführen.

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Zähne

Da beim Pferd durch den Zahnabrieb oft scharfe Spitzen und Kanten an den Zähnen entstehen, die Zungen- und Backenschleimhaut verletzen können, sollte die Mundhöhle des Pferdes mindestens einmal jährlich kontrolliert und auf krankhafte Zustände untersucht werden. Durch regelmäßige, kleinere Eingriffe kann ein optimaler Zahnstatus aufrecht erhalten werden. So werden fortgeschrittene Veränderungen vermieden, die keine vollständige Korrektur mehr zulassen. Weitere häufige Erkrankungen sind Zahnwechselstörungen, Zahnfrakturen, Wellengebiss, Fehlstellungen und Zahnwurzelerkrankungen mit oder ohne Entzündung der Kieferhöhle etc.

Bei der Mundhöhlenuntersuchung erheben wir den Zahnstatus Ihres Pferdes. Bei pathologischen Befunden führen wir eine manuelle und/oder maschinelle Zahnsanierung durch. Außerdem entfernen wir, wenn erforderlich, Wolfszähne und Zahnkappen.
Des Weiteren können wir Röntgenbilder der Kieferhöhlen und der Zahnwurzeln im Stall anfertigen.

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Stute und Fohlen

Neben Follikelkontrollen, Besamungen , Tupferprobenentnahmen und Trächtigkeitsuntersuchungen gehört für uns zum Zuchtmanagement auch die Beratung in Fragen zu Entwurmung und Fütterung von Stute und Fohlen. 

Bei Problemstuten dient die Uterusbiopsie (Gewebeprobe aus der Gebärmutter) zur weiteren Diagnostik. Bei diesen Stuten, aber auch bei Stuten mit Gebärmutter-infektionen können Uterusspülungen zum Einsatz kommen.

Außerdem versorgen wir Schwergeburten, Nachgeburtsverhalten und Geburtsverletzungen. Bei kranken Fohlen führen wir die kompetente Betreuung einschließlich der Vorbereitung eines evtl. nötigen Kliniktransports durch.

Wir empfehlen die körpereigene Abwehr bei neugeborenen, gesunden Fohlen nach ca. 12 Lebensstunden von einem Tierarzt untersuchen zu lassen. Dazu können wir das Kolostrum und/oder Fohlenblut auf Antikörper überprüfen.

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Chirurgie

Zu chirurgischen Eingriffen, die im Heimatstall durchgeführt werden können, gehören die Versorgung von Verletzungen aller Art und kleinere operative Maßnahmen, wie z. B. Entfernung von Hauttumoren und Spaltung von Abszessen.

Bei Verletzungen mit Gelenksbeteiligung führen wir eine Gelenksspülung als Erstversorgung durch.  Bei Entfernung von Hauttumoren senden wir eine Gewebeprobe zur weiteren Differenzierung in ein Speziallabor (www.tierpathologie-muenchen.de)

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Innere Medizin

Innere Medizin für Pferde

Im Bereich der Inneren Medizin liegen unsere Schwerpunkte bei Kolik (einschließlich Magen-erkrankungen), Atemwegs-erkrankungen, Allergien, Haut-erkrankungen und Stoff-wechselstörungen. Die Diagnostik stützt sich hierbei auf die klinische Untersuchung und Labor-untersuchungen. Zusätzlich führen wir Endoskopien (Lunge, Luftsack, Blase, Magen, Kehl-kopf u. a.), Ultraschall-Untersuchungen, Blutgas-analysen und digitales Röntgen. Im Bedarfsfall erstellen wir Ihnen einen individuellen Futter- und/oder Bewegungsplan und beraten Sie in Fragen zur Fütterung, Haltung, Zahnbehandlung und Entwurmung.

Kolik

Das kolikkranke Pferd kann meist vor Ort therapiert werden. Neben der üblichen Kolik-Untersuchung führen wir Blutuntersuchungen, Ultraschall-Untersuchung der Bauchhöhle sowie ggf. eine Bauchhöhlenpunktion im Stall durch.
Bei Pferden mit wiederkehrenden Koliksymptomen können wir eine Magenspiegelung mit eingehender Beratung direkt im Heimatstall anbieten. Nur so kann eine Magenschleimhautentzündung bzw. ein Magengeschwür erkannt und der Erfolg der Therapie kontrolliert werden.

Atemwegserkrankungen

Zusätzlich zur klinischen Untersuchung mit Abhören und Abklopfen des Lungenfeldes besteht die Möglichkeit, im Heimatstall eine Bronchoskopie (Lungenspiegelung) durchzuführen. Dabei entnehmen wir zur weiteren Differenzierung der Erkrankung eine Sekretprobe. Zur Prüfung der Lungenfunktion setzen wir eine Blutgasanalyse ein. Bei Luftsackerkrankungen können wir mit Hilfe einer Luftsackendoskopie eine therapeutische Spülung vornehmen.

Allergie

Beim Auftreten von Allergien sollte die Ursache erforscht werden. Hierfür ziehen wir einen Blut-Allergietest heran. Zur Therapie setzen wir neben den schulmedizinischen Behandlungsformen auch alternative Therapiemöglichkeiten ein (z. B. Eigenblutbehandlung, Gegen-, Hyposensibilisierung, Homöopathie)

Hauterkrankungen

Nicht eindeutige Hauterkrankungen werden durch ergänzende Laboruntersuchungen diagnostiziert. Dabei werden Proben (z. B. Haar- oder Hautproben) im eigenen Labor untersucht oder in ein Speziallabor gesandt. Danach kann eine gezielte Therapie eingeleitet werden.

Stoffwechselstörungen

Zur Diagnose von Stoffwechselstörungen sind labordiagnostische Untersuchungen nötig. Dazu arbeiten wir mit einem großen veterinärmedizinischen Labor zusammen (www.vetmedlabor.de). Die  meisten Ergebnisse erhalten wir schon am Tag nach der Probenentnahme und können dann zeitnah auf die Laborergebnisse reagieren. Außerdem setzen wir die Ultraschall-Untersuchung der erreichbaren Bauchhöhlenorgane zur Diagnosik ein.

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Orthopädie und Lahmheitsdiagnostik bei Pferden

Für die erfolgreiche Behandlungen von Lahmheiten ist eine exakte Diagnose notwendig. Dazu führen wir sorgfältige klinische Untersuchungen mit Ganganalysen (an der Hand, Longe und evtl. unter dem Reiter) auf hartem und/oder weichem Boden, auf der Geraden und/oder auf dem Zirkel durch.

Die Lahmheitsursache kann außerdem durch diagnostische Anästhesien (örtliche Betäubungen), digitales Röntgen und Ultraschall ermittelt werden.  Wir erstellen Ihrem Pferd einen individuellen Therapie- und Bewegungsplan und führen auf Wunsch eine entsprechende Beschlagsberatung durch.

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